Sortiment

Kaliumbitartrat - E 336 (I)

Weinstein ist ein Trivialname für das Calciumsalz (Calciumtartrat) oder Kaliumsalz (Kaliumhydrogentartrat oder Kaliumbitartrat) der Weinsäure.

Weinstein kristallisiert bei der Lagerung von Wein oder Traubensaft aus, wo er sich vorwiegend am Boden der Weinfässer absetzt. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus, in Wasser schwerlöslichen Salzen der Weinsäure, im Wesentlichen aus Kaliumhydrogentartrat (Summenformel KC4H5O6) und Calciumtartrat (Summenformel CaC4H4O6). Mit abnehmender Temperatur sinkt die Löslichkeit von Weinstein.


25 kgs Papiersäcke mit PE-Inliner, Pallettierung mit 1.000 kgs/EUR Pallette

CAS: 868-14-4
Zusatzstoffziffer: E 336 (i)
EINECS: 217-769-1

C4H5KO6

BeNatural Kaliumbitartrat

Wie wird Kaliumbitartrat gewonnen?

Kaliumbitartrat ist ein Kaliumsalz der Weinsäure E334. Es bildet zusammen mit Calciumbitartrat, einem Calciumsalz, den Weinstein. Weinstein ist somit ein zusammenfassender Begriff für alle Salze der Weinsäure. Bei Weinstein handelt es sich um einen Rückstand bei der Weinherstellung. Lagert man Wein oder Traubensaft, so siedeln sich Salze, wie das Kaliumbitartrat, an den Rändern und Böden der Fässer an. Um den Weinstein nun vom Wein zu trennen, dekantiert man Weine. Beim Dekantieren gießt man den Wein vorsichtig in eine andere Flasche um. Hält man dabei die Flasche vor eine kleine Lichtquelle, erkennt man am Boden den Weinstein. Bis dahin gießt man den Wein ab, der Rest am Boden verbleibt immer in der Flasche. Der Weinstein wird durch das Dekantieren aus geschmacklichen Gründen vom Wein getrennt. Insbesondere beim Rotwein ist dies essenziell. Ohne die Salze des Weinsteins ist der Wein reifer und angenehmer zu trinken. Die Salze werden somit von dem Wein isoliert, sodass sie separat verfügbar sind.

Kaliumbitartrat und das im Weinstein mit enthaltene Calciumsalz werden also auf völlig natürliche Weise gewonnen. Sie sind Bestandteile der Weinsäure und bei jedem Gärungsprozess eines Weines enthalten. Weinsäure wiederum ist in Trauben enthalten, was zum nächsten Abschnitt führt…

 

Wo kommt Kaliumbitartrat in der Natur vor?

Wie bereits erwähnt ist Kaliumbitartrat überall zu finden, wo auch Weinsäure ist. Demzufolge wird man im Weinstock fündig. Sowohl in den Trauben, als auch in den Reben und Blättern des Weinstocks ist Weinsäure.

Dabei gilt: Je reifer die Traube, desto mehr Weinsäure ist in ihr enthalten. Und je mehr Weinsäure enthalten ist, desto mehr Kaliumbitartrat kann gewonnen werden. Das Kaliumsalz ist jedoch noch in vielen anderen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. So sind selbst in schwarzem Pfeffer, Ananas, Löwenzahn, Zuckerrüben, Agaven und in einigen Obstsorten alle Bestandteile der Weinsäure wie Kaliumbitartrat vorhanden.

 

Wozu wird Kaliumbitartrat eingesetzt?

Die Einsatzgebiete von Kaliumbitartrat sind vielfältig. Alleine in der Lebensmittel-Industrie kann es vielseitig eingesetzt werden. Dort ist es als Zusatzstoff unter der Nummer E336 (I) vertreten.  Kaliumbitartrat beeinflusst den Geschmack stark. Des weiteren kann es Lebensmittel festigen, wenn man es zur Regulation des pH-Wertes einsetzt. Dies kommt der Konservierung von Lebensmitteln zugute. So ist es ständiger Bestandteil von z.B. Weingummis, Gelees, Marmeladen, Sülzen und Aspik. Auch bei der Herstellung von Erfrischungs-Getränken, Limonaden und Speiseeis ist Kaliumbitartrat gefragt. Zudem wird das Salz ebenfalls bei Bio-Produkten eingesetzt.

Weitere Verbreitung hat Kaliumbitartrat als Säureträger für Backpulver. Des weiteren kann es auch als natriumarmer Ersatz für Kochsalz Anwendung finden.

Außerhalb von Lebensmitteln hat das Salz sogar in der Technik eine wichtige Anwendung. Kaliumbitartrat ist nämlich in der Lage, sich mit Metallen zu binden. Dies kann zum Beispiel bei der Beseitigung verunreinigter Böden eine Rolle spielen. Ist ein Boden mit Schwermetall belastet, si kann man Kaliumbitartrat zur Reinigung anwenden. Kaliumbitartrat bindet das giftige Metall, ist aber selbst biologisch abbaubar.

Bei dem Vermischen des Kaliumbitartrats mit Gips oder Zement verlängert sich deren Trocknung. So kann man länger mit dem Gips oder Zement formen.

Des weiteren ist Kaliumbitartrat Bestandteil einiger Desinfektionsmittel.

 

Muss man bei Kaliumbitartrat gesundheitliche Bedenken haben?

Ganz eindeutig muss man sich keine Sorgen im Hinblick auf die gesundheitliche Wirkung machen. Kaliumbitartrat ist als Zusatzstoff mit der Nummer E336 (I) versehen. Diese Gruppe der Zusatzstoffe gilt als gesundheitlich unbedenklich. Es wird keine Beschränkung der Höchstmenge angegeben. Jedoch sollte auf übertriebenen Konsum verzichtet werden, da die Lebensmittel der Gruppe E336 (I) im Übermaß abführend wirken können. In normalen Maßen konsumiert ist gegen Kaliumbitartrat nichts einzuwenden. Zudem ist es frei von Gluten und Allergenen. Somit dürfen Leute mit diesen Unverträglichkeiten ohne Bedenken sein.

Wir helfen Ihnen gerne Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann kontaktieren Sie uns.

Kontakt