Sortiment

Seignettesalz - E 337

Die Geschichte des Seignettesalzes geht zurück auf den französichen Chemiker Pierre Seignette, der es bereits 1672 entdeckte. Das mit der korrekten chemischen Bezeichnung Kalium-Natrium-Tartrat-Tetrahydrat genannte Salz der Weinsäure wird auch "Rocheller Salz", nach dem Ort der Entdeckung in La Rochelle benannt.

Wie alle unsere Produkte, stammt auch das Seignettesalz aus dem rein natürlichen Weinreifeprozess.


25 kgs Papiersäcke mit PE-Inliner, Pallettierung mit 1.000 kgs/EUR Pallette

CAS: 6381-59-5
Zusatzstoffziffer: E 337
EINECS: 206-156-8

C4H4KNaO6 * 4H2O

BeNatural Seignettesalz

Wo kommt Seignettesalz natürlich vor?

Das Seignettesalz, auch als Rocheller Salz bezeichnet, ist ein Salz der Weinsäure. Die Weinsäure entsteht wiederum auf natürliche Weise bei der Lagerung von Wein oder Traubensaft. Es handelt sich also hierbei um die in den Trauben enthaltene Säure. Aber auch viele andere pflanzliche Lebensmittel enthalten Weinsäure. Dazu zählen zum Beispiel Löwenzahn, Agaven und einige Obstsorten. Der Begriff Weinsäure ist ein zusammenfassender Begriff für sämtliche Salze, die in der Weinsäure enthalten sind. Dazu zählt auch das Seignettesalz. Somit ist das Seignettesalz in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten und natürlichen Ursprungs.

 

Herstellung des Seignettesalzes

Erstmals stellte der Apotheker Elie Seignette das nach ihm benannte Salz her. Dies geschah in La Rochelle. Daher rührt auch der alternative Name Rocheller Salz . Bei dem Ort handelt es sich um eine Hafenstadt im Südwesten Frankreichs. Hier experimentierte Seignette mit dem Weinstein. 

Weinstein ist der Rückstand bei der Lagerung von Wein in Fässern. Dieser setzt sich am Boden und an den Rändern der Fässer an. Das im Weinstein enthaltene Kaliumhydrogencarbonat setzte Seignette mit Natriumcarbonat um. Dies tat er, bis keine Kohlensäure mehr entwich. Dieses Vorgehen führte zu einer Lösung, die durch Abkühlen oder Verdampfen ein Salz aus kristallisierte: Das Seignettesalz. Es besteht aus Kalium- und Natrium-Ionen und wird deswegen auch Kaliumnatriumtartrat genannt. Somit ist es ein Doppelsalz.

 

Wo findet das Seignettsalz Verwendung?

Seignettesalz wird unter der Nummer E337 als Zusatzstoff für Lebensmittel genutzt. Dabei kann es auf den Etiketten der Lebensmittel unter folgenden Bezeichnungen zu entdecken sein: Salz der L-Weinsäure, Seignettesalz oder Rocheller Salz. Verwendet wird es bei Lebensmitteln als Säureregulator, Säuerungsmittel, Backtriebmittel oder Komplexbildner. 

Als Säureregulator soll es den pH-Wert eines Lebensmittel bestimmen. Man kann den pH-Wert somit verändern, um die Lebensmittel fester zu machen. Außerdem kann man auch die Wirkung von Konservierungs-Mitteln auf diesem Wege verbessern. Wird es als Säuerungsmittel genutzt, so kann das Seignettesalz den Geschmack von Lebensmitteln beeinflussen.

Außerdem wirkt das Seignettesalz bei der Lockerung von Teig sehr hilfreich mit. Somit ist es ein wichtiges Backtriebmittel. Verwendet wird es dabei zur Herstellung von Backwaren wie Brot. Des weiteren verlängern die Zusatzstoffe der Gruppe E337 als Komplexbildner die Haltbarkeit bestimmter Lebensmittel. Sie binden Schwermetall-Ionen, die normalerweise Fäulnisprozesse beschleunigen. Durch die Bindung können sie den Schaden durch Schwermetall-Ionen verhindern. Insgesamt kommt das Seignettsalz bei folgenden Lebensmitteln positiv zur Anwendung: Fette, Öle, Gelierzucker, Erfrischungs-Getränke, Desserts, Gemüse- und Obstkonserven, Gelee, Aspik, Sülzen und Brausepulver.

Doch nicht nur in Lebensmitteln wird das Seignettesalz gebraucht. Im Labor ist es bei chemischen Versuchen gefragt. Dort wird es zur sogenannten Fehling-Probe benutzt. Die Fehling-Probe ist ein Verfahren, welches zum Nachweisen verschiedener Zuckerarten dient. So kann anhand der Verfärbung bestimmter Stoffe die jeweilige Zuckerart nachgewiesen oder widerlegt werden.

In der Physik führte das Seignettesalz gar zu einem Durchbruch. Durch das Salz konnte man die Ferroelektrizität nachweisen. Hierbei entdeckte man, dass in bestimmten Kristallen die elektrische Polarisation verändert werden kann. Dies geschieht durch das Anlegen eines äußeren elektrischen Feldes. Die Ferroelektrizität war eine grandiose Entdeckung, die als Polarisations-Katastrophe in der Physik Einzug erhielt.

Sogar bei der Herstellung von Spiegeln kann man das Seignettesalz benutzen. Hierbei dient es durch seine Eigenschaft als Komplexbildner als Reduktionsmittel.

 

Zulassung und Wirkung auf die Gesundheit

Das Seignettesalz ist als Zusatzstoff unter der Nummer E337 für alle Lebensmittel zugelassen. Einzige Ausnahme stellen seltene Sonderfälle dar. Dies sind Lebensmittel, die von Rechts wegen nicht verändert werden dürfen.

Demzufolge ist das Seignettesalz gesundheitlich komplett unbedenklich. Wie anfangs bereits erwähnt, ist es zudem natürlichen Ursprungs. Es sollte dennoch nicht im Übermaß konsumiert werden, da es leicht abführend wirken kann. Eine Beschränkung der Menge existiert allerdings nicht.

Wr helfen Ihnen gerne Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Dann kontaktieren Sie uns.

Kontakt